Teaser Atomstack A5 Pro Laser Test

Atomstack A5 Pro im Test – was kann der Laser-Gravierer?

Ihr arbeitet gern mit Holz, wollt dem ganzen aber eine individuelle Note verpassen? Wir haben uns den Atomstack A5 Pro Laser-Gravierer gekauft und ein wenig getestet. Unsere Erfahrungen mit dem Gerät wollen wir in diesem Beitrag mit euch teilen.

Warum sollten ich mit einen Laser-Gravierer zulegen?

Noch vor einigen Jahren hätten wir hier nie einen Beitrag über einen Laser-Gravieren schreiben können. Die Geräte waren sehr groß und teuer. Nur Unternehmen hätten sich so ein Gerät kaufen können. Wir leben jedoch in einer Zeit, wo die Technologie auch für Heimwerker und Bastler verfügbar ist. Doch warum sollte ich mir einen Laser-Gravierer zulegen?

Mit einem Laser-Gravierer könnt ihr Holz, Leder, Acryl, Filz und einige andere Stoffe gravieren. Dünnes Holz, Acryl oder Pappe kann auch geschnitten werden. Das hängt ein wenig von der Leistung des Lasers ab. Für individuelle Holzarbeiten und Geschenke als das ideale Gerät.

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Einfache Laser wie der Atomstack A5 Pro sind sogenannte Diodenlaser. Etwas Leistungsfähiger sind CO2-Laser. Diese kosten wesentlich mehr und sind auch im Aufbau komplizierter. Dazu brauchen diese wesentlich mehr Platz in eurer Werkstatt.

Wir haben uns also für einen kompakteren Diodenlaser entschieden. Damit können wir tolle individuelle Holzarbeiten herstellen.

Warum der Atomstack A5 Pro?

Über einige Beiträge in Foren und Youtube-Videos haben wir uns näher mit dem Thema „Laser-Gravieren“ beschäftigt. Oft landet man dann bei einer der drei Marken: Atomstack, Neje und Ortur. Wir haben dann geschaut, welche Modelle gibt es von den jeweiligen Herstellern und was bieten sie.

In der engeren Auswahl landeten die Modelle Atomstack A5 Pro und Ortur Laser Master 2 Pro. Beide versprechen ausreichend Leistung. Lasst euch von den Angaben wie 40W Laser oder 20W Laster nicht irritieren. Das Lasermodul verfügt in beiden Fällen über eine optische Leistung von 5W bis 5,5W.

Der Ortur Laser Master 2 Pro ist technisch etwas weiterentwickelt. Es gibt einen Notausschalter, einen Feuersensor und einen Neigungssensor. Letzterer stoppt den Laservorgang, sollte das Gerät vom Tisch fallen.

Der Atomstack A5 Pro hat jedoch auch sehr gute Bewertungen und ist vor allem ein Stück günstiger. Daher haben wir uns für den Atomstack entschieden. Vor wenigen Wochen wurde sogar der ATOMSTACK A10 PRO vorgestellt. Dies soll wohl das neue „Flaggschiff-Modell“ sein. Kostet allerdings auch gleich mal mehr als 600 Euro.

Lieferumfang – was ist dabei

Im Lieferumfang ist der Laser mit all seinen Schrauben, Achsen und Kabeln. Für das Netzteil war bei uns ein amerikanischer Kaltgerätestecker dabei. Am Netzteil lässt sich aber einfach ein Kaltgerätestecker mit Schukostecker anstecken. Wir hatten zum Glück noch einen da.

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Dann ist eine Schutzbrille dabei. Der Laser selbst ist auch hinter einem Acrylglas. Die Brille dient als zusätzlicher Schutz. Wir empfehlen, immer eine Schutzbrille zu tragen.

Drei kleine Plättchen Sperrholz zum Testen liegen ebenfalls dabei. Dann noch ein Marker, eine Bürste und drei kleine Acrylblättchen. Wichtig ist auch die Abstandsplatte. Mit dieser wird der richtige Abstand zwischen Laser und Werkstück eingestellt. Der Atomstack A5 Pro hat einen festen Fokus.

Atomstack A5 Pro Lieferumfang
Atomstack A5 Pro Lieferumfang

Der Aufbau – eine Sache von 20 Minuten

Der Aufbau des Atomstack A5 Pro ist wirklich schnell gemacht. Es lag eine englische Aufbauanleitung dabei. Die könnte besser sein, aber war kein Hindernis für den Aufbau.

Die Achsen des Lasers sind alle aus eloxiertem Aluminium gefertigt. Die Teile wirken sehr wertig und es gibt keine scharfen Kanten oder Grate.

Als erstes werden die X- und Y-Achsen zusammengesetzt. Für die Inbusschrauben liegen auch die richtigen Inbusschraubendreher dabei. Das passt alles, das Schrauben verkannten nicht beim Eindrehen in das Gewinde. An den Achsen werden die Füße befestigt. Am Fuß hinten links sitzt die Steuereinheit in einer sicheren Box aus Aluminium.

Atomstack A5 Pro Achsen

Dann wird das Portal mit dem Halter für den Laser zusammengesetzt und aufgesetzt. Das Stück ist schon recht weit vormontiert.

Atomstack A5 Pro Portal montiert

Die Laufketten für das Portal müsst ihr selbst montieren. Das war etwas fummelig, aber auch nach wenigen Minuten montiert. Hier müsst ihr darauf achten, dass die Spannung ausreichend ist, damit das Portal sauber auf der Achse fahren kann.

Jetzt wird endlich der Laser montiert. Ihr müsst erst den Sichtschutz aus den orangenen Acrylplatten anbringen. Dann die Lasereinheit am Portal befestigen.

Atomstack A5 Pro Laserkopf montiert

Zuletzt werden noch die Kabel befestigt. Damit ist die Montage des Atomstack A5 Pro abgeschlossen. Wir haben etwa 20 Minuten dafür gebraucht.

Mit welcher Software wird graviert?

Damit ihr mit eurem Atomstack A5 Pro gravieren könnt, benötigt ihr noch eine Software. Der Laser muss während der Gravur ständig mit dem Rechner verbunden sein. Vom Hersteller gibt es dafür zwei Empfehlungen:

  • LaserGRBL
  • Lightburn

LaserGRBL ist eine kostenfreie Software. Für einen ersten Test könnt ihr diese einfach auf dem Rechner installieren. Wenn ihr recherchiert, werdet ihr merken, dass viele Lightburn nutzen. Die Software könnt ihr einen Monat kostenfrei testen, dann müsst ihr zahlen.

Die zusätzlichen Funktionen haben uns jedoch überzeugt und so haben wir uns für Lightburn entschieden. Einfache Grafiken könnt ihr direkt in Lightburn mit den Werkzeugen bauen und dann lasern.

Die Installation ging ohne Probleme. Auf der Webseite von Lightburn gibt es auch eine gute Dokumentation, wo alle Schritte gut beschrieben sind. Nur mit dem Treiber hatten wir an unserem alten Rechner kurz Probleme. In der Werkstatt wollen wir nicht unsere schicken Rechner nutzen.

In Lightburn könnt ihr dann eure Dateien importieren. Wir empfehlen, dass ihr EPS oder SVG Dateien nutzt. Das sind Vektorgrafiken und diese können ohne Probleme skaliert werden. Es können auch Bilddateien in dem Programm importiert werden. Diese sollten eine entsprechende Qualität besitzen.

Wie erstellen wir die Grafiken zum lasern?

Die Grafiken könnt ihr direkt in Lighburn erstellen. Dort gibt es einfache Funktionen, mit denen ihr die geometrischen Figuren erstellen und bearbeiten könnt.

Wir gehen allerdings einen anderen Weg. Für die Erstellung der Vektorgrafiken nutzen wir das Open Source Programm Inkscape. Das ist etwas komfortabler und während des Studiums habe ich bereits damit gearbeitet. Da ist die Einarbeitung leichter gefallen.

Ein kleiner Tipp gleich an dieser Stelle: Wenn ihr in Inkscape Schrift erstellt und diese dann in Lightburn nutzen wollt, dann müsst ihr die Schrift vorher in einen Pfad umgewandelt werden.

Markiere dazu das Textobjekt und klickt dann im Menü auf Pfad à Objekt in Pfad umwandeln.

Wo finde ich Grafiken zum lasern im Internet?

Diese Frage wurde uns ab und zu gestellt. Wo finde ich im Internet Grafiken zum Lasern. Eine Möglichkeit ist es, einfach die Google Suche (oder eine andere Suchmaschine) zu nutzen und nach einem Bild zu suchen.

Dabei gilt es darauf zu achten, wie so eine Grafik aufgebaut ist. Die Software kann auch klassische Bilder verarbeiten. Das müsst ihr euch dann so vorstellen, wie ein Drucker, der in Graustufen druckt. Eine Vektorgrafik mit wenigen Farben oder als Schwarz / Weiß-Grafik kann am besten dargestellt werden.

Es wird jedoch gern vergessen, dass es auf viele Grafiken und Bilder im Internet ein Urheberrecht gibt. Wollt ihr die Bilder nur im privaten Umfeld nutzen, dann ist das Risiko für euch noch überschaubar. Wollt ihr das Ergebnis eurer Arbeit jedoch im Internet bei Instagram oder Youtube zeigen, dann kann euch die unerlaubte Nutzung ein erhebliches Risiko für eine Abmahnung einhandeln. Bedient euch hier im Zweifelsfall nicht einfach bei irgendwelchen Grafiken im Internet.

Es gibt jedoch eine alternative Möglichkeit. Im Internet gibt es Plattformen, wo ihr legale Grafiken herunterladen könnt, die jemand anderes erstellt hat. Für eine erste Suche nutzen wir sehr gerne die Plattform Pixabay.com. Dort könnt ihr direkt nach Vektor-Grafiken suchen.

Wollt ihr bei den Grafiken ins obere Schubfach greifen, dann gibt es einige Plattformen, wo ihr Grafiken kaufen könnt. Da gibt es zum Beispiel istockphoto oder Adobe Stock. Dort gibt es hochwertige Grafiken, die kosten allerdings auch einiges. Damit seid ihr aber auf der sicheren Seite, denn ihr habt eine Lizenz für die Verwendung erworben.  

Wenn ihr auf der Suche nach den ganz abgefahrenen Sachen seid, dann gibt es noch Plattformen wie Thingiverse.com. Dort stellen Maker ihre Projekte ein und ihr könnt sie nachmachen. So haben wir da zum Beispiel einen Laser Cut Tie Interceptor oder eine USS Enterprise gefunden. Das sind doch mal coole Projekte zum lasern. Mal schauen, wann wir mit unserem Atomstack A5 Pro mal so etwas umsetzen können.

Das erste Projekt – einrichten, die richtigen Einstellungen, loslegen

Nachdem wir den Atomstack A5 Pro aufgebaut hatten, galt es, den Laser zum ersten Mal in Betrieb zu nehmen. Für die Werkstatt haben wir uns für einen alten Laptop entschieden. Wie oben beschrieben haben wir auf diesem Lightburn installiert. Hier erst mal die Testversion, bevor wir das Geld investieren.

Jetzt galt es erst mal, den Laser mit der Software zum Laufen zu bringen. Auf dem alten Notebook läuft noch Windows 7. Da mussten wir uns im Internet erst auf die Suche nach dem richtigen Treiber für den Atomstack A5 Pro gemacht, damit dieser von Lightburn erkannt wird.

Nach einiger Suche im Internet haben wir auch diesen gefunden und installieren können. Dann wurde der Laser in Lightburn erkannt.

Jetzt haben wir erst mal direkt im Programm eine Grafik erstellt. Dann mussten wir in der Holzkiste mal ein altes Stück Restholz mit einer glatten Oberfläche suchen. Dieses haben wir untergelegt und dann mit Hilfe der Plastikkarte den Fokus eingestellt und das Werkstück ausgerichtet.

Die Parameter haben wir erst mal so eingestellt, wie wir es im Internet gefunden haben. Dann die Schutzbrille auf und der erste Laser-Vorgang kann starten.

Die ersten Motive mit dem Laser graviert
Die ersten Motive mit dem Laser graviert

Der Atomstack A5 Pro läuft sauber auf den Achsen hin und her. Es ist erstaunlich, wie schnell und präzise erst sich dabei bewegt. Es ist ein Zusammenspiel aus den Schrittmotoren und dem Laser. Während der Laser arbeitet, riecht es ein wenig nach verbranntem Holz. Ist logisch, denn genau das tut er auch. Wir haben in der Werkstatt daher ein Fenster aufgemacht, damit es nicht so stark riecht.

Hier werden wir uns in Zukunft Abhilfe schaffen und den Laser einhausen und mit einem Aktivkohle-Luftfilter versehen. Wir haben einige Projekte im Internet gesehen, das scheint gut zu funktionieren.

So haben wir die ersten Sachen mal drauf los gelasert. Schriften, geometrische Figuren und auch mal eine Grafik. Das hat alles echt gut funktioniert, für das erste Mal. Das Holz hat kein Feuer gefangen und die Motive waren zu erkennen.  Wir konnten also damit die ersten Weihnachtsgeschenke gravieren.

Der Laser beim gravieren von einem Brettchen
Der Laser beim gravieren von einem Brettchen

Die richtigen Lightburn Einstellungen für den Atomstack A5 Pro finden

Um ein Motiv zu lasern, gibt es in Lightburn einige Optionen, wie der Laser arbeiten soll. Für ein tolles Motiv sind diese Einstellungen entscheidend.

Im Internet gibt es ein paar Vorschläge, wie der Laser jeweils einzustellen ist. Da jeder Laser unterschiedliche Power hat und auf unterschiedliche Materialien gebrannt wird, muss man hier unterscheiden.

In Lightburn kann man zum Beispiel einstellen:

  • Leistung der Laserdiode (hier haben wir ab und zu gelesen, dass man eher nicht auf 100 Prozent gehen soll, das verkürzt wohl die Lebenszeit der Diode erheblich)
  • Bewegungsgeschwindigkeit – wie schnell sich der Laser über das Werkstück bewegt, je langsamer, desto intensiver brennt er
  • Anzahl der Wiederholungen – soll ein Motiv graviert werden, dann reicht bei uns bisher ein Durchgang. Zum Schneiden von 3 mm Sperrholz müssen allerdings mehrere Durchgänge gelasert werden, bis der Laser durch das Material durch ist

In Lightburn gibt es die Möglichkeit, eine Materialbibliothek anzulegen. Damit könnt ihr die richtigen Einstellungen für die verschiedenen Hölzer, Leder und so weiter speichern. Wir haben für uns begonnen, so eine Bibliothek anzulegen. Bei Bedarf können wir euch diese auch mal zur Verfügung stellen. Noch enthält sie nur wenige Materialien. Das wird sich über die Zeit füllen.

Vor jedem größeren Vorgang empfehlen wir euch, ein Teil des Motivs als Test zu gravieren. Es wäre schade, wenn ihr ein großartiges Stück Eiche habt und dann passt das gelaserte Bild nicht. Daher auf einem Reststück des gleichen Materials lieber einmal probieren. Das haben wir auch gemacht und so hat es gut funktioniert.

Fazit – sind wir zufrieden mit dem Atomstack A5 Pro?

Wir haben den Laser mit mittleren Erwartungen gekauft. Einfach mal schauen, was wir damit machen können und wie wir damit zurechtkommen. Nachdem wir in der Weihnachtszeit einige Geschenke mit dem Atomstack A5 Pro individualisieren konnten, sind wir zufrieden. Das Lasern funktioniert gut und ohne Probleme. Es gab keine Abbrüche oder ähnliches mittendrin.

Die Grafiken sind sauber und sehr präzise. Was wir noch testen werden, ist ein Schnittvorgang. Aufgrund der entstehenden Gerüche wollen wir davor lieber eine Umhausung bauen und ein Opferbrett unterlegen. Dazu noch eine Hinterlüftung, damit das Holz beim durchlasern nicht direkt anfängt zu brennen.

Wir werden an dieser Stelle über weitere Projekte berichten, die wir mit dem Atomstack A5 Pro erstellt haben.

Atomstack A5 Pro Test - das fertige Motiv überzeugt
Atomstack A5 Pro Test - das fertige Motiv überzeugt

Atomstack A5 Pro kaufen – wo gibt es den Laser?

Wir sind also mit dem Laser recht zufrieden. Ihr stellt euch jetzt vielleicht die Frage, wo es den Laser zu kaufen gibt. Wir haben unseren Atomstack A5 Pro bei Banggood bestellt. Das ist ein chinesischer Onlineshop. Da sind wir ja normalerweise skeptisch. Hier haben wir es mal darauf ankommen lassen. Dank Paypal gibt es ja auch den Käuferschutz. 

Laser bei Banggood kaufen

Bei Banggood gibt es den Laser aktuell für etwa 280 Euro. Der Preis schwankt immer mal, je nach Verfügbarkeit. Ihr müsst eventuell auch mit einer etwas längeren Lieferzeit rechnen. Unser Gerät kam aus den USA. Aktuell gibt es nur Verfügbare Laser aus China. Zwischenzeitlich wurden auch Geräte aus Lagern in Europa verschickt.  Da müsst ihr wirklich genau hinschauen. Wenn ihr etwas warten könnt, dann lohnt sich ja vielleicht der günstigere Preis für den Versand aus China. 

Mit dem Zoll gab es bei uns keine Probleme. Das wurde alles von Banggood übernommen. 

Wenn es schneller gehen soll – Lieferung über Amazon

Auch bei Amazon könnt ihr den Laser bestellen. Dort gibt es zum heutigen Stand einige Angebote, wo der Atomstack A5 Pro innerhalb weniger Tage bei euch ist. Er wird vermutlich aus einem europäischen Lager verschickt. 

Die Geschwindigkeit erkauft ihr mit einem höheren Preis. Bei Amazon müsst ihr für den Laser etwa 370 Euro zahlen. Die Preise schwanken hier auch je nach Verfügbarkeit bei den verschiedenen Händlern. 

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