Automatische Gartenbewässerung Planung

Automatische Gartenbewässerung selber machen Teil 1 – Die Planung

Ein Smart Home haben wir ja schon. Da ist ein „Smart Garden“ mit einer automatischen Gartenbewässerung nur der nächste logische Schritt. Ein bisschen hat uns unser Nachbar angesteckt, der in seinem Garten auch schon fleißig eine automatische Bewässerung verbaut hat.

Wir sind also in das Thema eingestiegen und haben eine Menge recherchiert. Jetzt nehmen wir euch Stück für Stück mit und lassen euch an unseren Erfahrungen teilhaben. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch über das Thema.

Aller Anfang – die Gartenplanung

Ohne eine Planung ist es kaum möglich, die Bewässerung sinnvoll zu verlegen. Legt ihr also euren Garten neu an, dann solltet ihr euch gründlich Gedanken machen. Wo sind Rasenflächen, wo sind Beete? Was darf bewässert werden und was nicht?

Im Web gibt es einige Gartenplaner. Wir haben den Planer von Gardena genutzt. Dort haben wir unser Haus, Terrasse, Wege und Beete eingeplant. Dann kommt die großartige Funktion des Planers. Man markiert, welche Flächen bewässert werden sollen. Anschließend kann man automatisch die (Gardena) Regner platzieren lassen.

Tragt ihr noch ein, wo euer Wasserhahn ist, dann werden auch automatisch die Leitungen geplant. Das war für uns aber nicht so relevant. Da kommen wir allerdings später dazu. An einigen Stellen mussten wir auch noch etwas optimieren und haben ein paar Regner noch verschoben. Das liegt an der etwas unregelmäßigen Form unseres Gartens.

Planung automatische Gartenbewässerung Gardena Gartenplaner
Planung automatische Gartenbewässerung mit dem Gardena Gartenplaner

Regner Gardena vs.  Hunter

Jeder der einen Garten hat kennt die Marke Gardena. Sie ist aus dem Gartenbereich nicht wegzudenken. So gibt es auch von Gardena Lösungen für die automatische Bewässerung des Gartens. Doch nicht alle Teile dieser Produktlinie sind die besten auf dem Markt.

Das Unternehmen Hunter Industries Inc. Wurde 1981 in Kalifornien gegründet. Kern des Unternehmens sind Produkte zur Bewässerung. Aus Parks, Stadien und Hotels sind die Produkte nicht wegzudenken. Ihr erkennt vielleicht, das Unternehmen ist sehr stark auf das Thema „Bewässerung“ spezialisiert.

Bei der Planung unserer automatischen Bewässerung war daher klar, dass wir Regner von Hunter einsetzen wollen. Die Planung haben wir allerdings für Gardena Regner. Im Netz haben wir eine Austauschliste gefunden, welche die entsprechende Planung etwas einfacher macht.

Einen objektiven Test der Produkte gegeneinander haben wir nicht gemacht und wir haben uns hier auf vielfältige Empfehlungen aus der Nachbarschaft und aus dem Internet verlassen. So eine automatische Bewässerung baut man nur einmal und wir wollen ja nicht ständig die Regner austauschen.

Teile für die automatische Bewässerung - Planung ist wichtig
Teile für die automatische Bewässerung - Planung ist wichtig

Austauschliste Gardena und Hunter

Gardena RegnerHunter Regner
Gardena S80 Hunter MP Rotator 1000 oder 2000 (kommt auf den Radius drauf an)
Gardena T100 Hunter MP Rotator 2000
Gardena T200 Hunter MP Rotator 3000

Das haben wir uns nicht selber ausgedacht, sonder natürlich auch nur so im Netz gefunden. Kommt aber etwa so an, wenn man die Produktdaten vergleicht. 

Warum der Hunter MP Rotator?

In der Austauschliste konntet ihr den Namen „Hunter MP Rotator“ schon lesen. Dabei handelt es sich um eine Rotationsdüse. Diese hat mit 10 mm / Stunde eine geringe Niederschlagsrate. Dadurch kann das Wasser versickern und fließt nicht von der Oberfläche ab,

Diese Düsen gibt es in verschiedenen Wurfweiten und für verschiedene Radien. Die Düsen und die Versenkregner sind getrennte Einheiten. Das hat den Vorteil, dass man überall einen Versenkregner installiert und dann die Düsen einschraubt. Verändert sich etwas am Garten und die Bewässerung muss angepasst werden, dann kann günstig und ohne viel Aufwand eine neue Düse eingebaut werden.

Ein weiterer Vorteil: Da die Düsen mit dem gleichen Druck betrieben werden (2,8 Bar) und auch die gleiche Niederschlagsrate haben, kann man diese in einem Bewässerungsstrang untereinander mischen. Lediglich die Düsen zur Streifenbewässerung, MP Rotator 800 und MP Rotator 3.500 bilden hier ausnahmen.

Das erleichtert die Installation ungemein. In unserer Planung der Bewässerung für unseren Garten mit dem Gardena Planer werden die verschiedenen Regner mit eigenen Strängen gespeist.

Auch die Testberichte im Internet oder auf Youtube sprechen für das Produkt. Daher ist uns die Entscheidung sehr einfach gefallen. Im weiteren Beiträgen zur automatischen Gartenbewässerung werden wir Berichten, wie zufrieden wir sind und ob dies die richtige Entscheidung war.

Hunter PRO-SPRAY PRS40 Regner für die automatische Gartenbewässerung
Hunter PRO-SPRAY PRS40 Regner für die automatische Gartenbewässerung

Tropfbewässerung für die Beete

Die Regner für den Rasen sind nur ein Teil einer automatischen Bewässerung für den Garten. Für unsere Beete und Stauden wollen wir uns eine Tropfbewässerung zulegen.  

Hier müssen wir ehrlich sein. Da sind wir bei der Planung noch gar nicht so weit. Wir werden uns dem Thema noch mal in einem eigenen Beitrag widmen. Es steht fest, dass wir eine Tropfbewässerung legen wollen. Ob wir hier allerdings mit einem Schlauchtyp vorgehen oder auch individuelle Tropfer montieren werden, das müssen wir noch herausfinden. In der Ventilbox haben wir einen Strang dafür reserviert.

Regnerkreise für die automatische Gartenbewässerung

Damit das Wasser bei den richtigen Regnern ankommt, müssen die entsprechenden Kreise geplant und gelegt werden. Ihr könnt jetzt nicht alle Regner einfach an einen Kreis anschließen. Dafür ist der Wasserdruck entscheidend. Wenn ihr keinen Brunnen oder Zisterne habt, dann hat die Pumpe sicherlich einige Bar Leistung. Müsst ihr zur Bewässerung einen Trinkwasseranschluss nutzen, dann dürfte euch weniger Wasserdruck zur Verfügung stehen.

Wie kann ich den Wasserdruck messen?

Es gibt eine recht unkomplizierte Methode, mit der man schnell Messen kann, wie viel Wasserdruck zur Verfügung steht. Ihr benötigt lediglich einen 10 Liter Eimer. Dreht den Wasserhahn auf und messt die Zeit, bis die 10 Liter voll sind. Den Test solltet ihr auch mit dem Wasserhahn machen, welcher später für die Bewässerung genutzt wird.

Ist der Eimer nach 25 Sekunden voll, so liegt etwa ein Wasserdruck von 5 bar an. Bei 40 Sekunden kann man etwa von 3,5 bar ausgehen. Wer es genau wissen will, der kann im Baumarkt ein Manometer kaufen, welches auf den Hahn aufgeschraubt wird. Die einfache Methode hat uns bei der Planung unserer Bewässerung gereicht.

Wollt ihr wissen, wie viel Wasser euch pro Minuten zur Bewässerung zur Verfügung steht, dann setzt ihr eure gemessenen Werte in die folgende Formel ein: (10Liter x 60) / Zeit in Sekunden = Durchflussmenge in l/min.

Dauert es 30 Sekunden, bis der Eimer voll ist, dann stehen euch 20 Liter pro Minute zur Verfügung. Mit diesen Werten könnt ihr dann ausrechnen, wie viele Regner ihr etwa an einem Kreis für die Bewässerung vom Rasen betreiben könnt.

Da der Wasserdruck bei uns nicht so hoch ist, haben wir lediglich drei Regner an einem Kreis. Vier könnten auch noch funktionieren. Wenn im Sommer allerdings alle Nachbarn gleichzeitig wässern, dann könnte es eng werden.

Pipeline-Rohre und Verbinder

Für die Verlegung der Kreise nehmen wir normale PE-Rohre. Das müssen keine besonderen sein, denn diese werden für Trinkwasser zugelassen. Bei den Verbindern haben wir auf Gardena gesetzt. Die gehen gut. Wir haben die entsprechenden Produkte hier für euch verlinkt.

Hunter Regner an Swing Joint mit Gardena Verbinder
Hunter Regner an Swing Joint mit Gardena Verbinder

Planung der Ventilbox und Ventile

Das Herz einer automatischen Bewässerung ist die Ventilbox. Die verschiedenen Kreise der Bewässerung laufen hier zusammen und werden von hier gesteuert. In der Ventilbox sitzt daher ein Verteiler.

An diesem Verteiler sitzen die Ventile. Will man seine Bewässerung manuell steuern, dann könnte man hier auch einfach Kugelhähne einsetzen. Wir planen aber eine automatische Bewässerung, also benötigen wir elektrische Ventile. Diese werden mit 24V angesteuert. Diese Magnetventile lassen sich auf diesem Weg von einem Computer fernsteuern.

Hunter 24V Magnetventile
Hunter 24V Magnetventil

Zusätzlich sollte unbedingt ein Anschluss für die Entwässerung eingeplant werden. Dieser besitzt einen eigenen Kugelhahn und eine Kupplung für Druckluft. Mit dieser Druckluft wir im späten Herbst das Wasser aus den Leitungen und den Regnern geblasen. Da die Leitungen und Regner nicht frostsicher sind, solltet ihr dies unbedingt bedenken.

Von Gardena gibt es auch spezielle Ventile, welche in die Kreise eingebaut werden und diese automatisch entwässern, wenn der Druck fällt. Die Hunter MP Rotator haben mit dieser Art der Entwässerung allerdings so ihre Probleme.

Wir planen unsere automatische Bewässerung mit einem vierfach-Verteiler, werden wohl aber erst mal nur drei Ventile montieren. Damit ist ein Platz für spätere Erweiterungen frei. Die Ventilbox, in denen das alles vergraben wird, gibt dies locker her.

Im nächsten Beitrag der Reihe werden wir über die Montage der Leitungen und Regner berichten.  

Ventilbox von Rainbird
Ventilbox von Rainbird

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