Die Grundrissplanung kann beginnen

Die Grundrissplanung kann beginnen – 1. Termin mit unserem Bauingenieur

Wenn man sich mit dem Gedanken trägt ein Haus zu bauen, dann stellt sich irgendwann die Frage nach dem Grundriss. Bereits im letzten Jahren haben wir mit der Grundrissplanung begonnen und uns die ersten Gedanken gemacht. Wir lassen euch an unseren Gedanken und Planungen teilhaben.

Architektenhaus oder Generalunternehmer? Wir haben unsere Entscheidung bereits getroffen. Wir wollen unser Haus mit einem Bauingenieur bauen und die Gewerke mit ihm einzeln vergeben. Warum wir das so machen wollen? Darüber schreiben wir noch einen Beitrag – versprochen.

Was wollen wir eigentlich bauen? Die Grundlagenermittlung

Wir waren etwas aufgeregt, aber am Ende war der erste Termin mit unserem Bauingenieur recht entspannt. Mitte des Jahres gab es schon mal einen Termin den ich (er) allein gemacht hatte. Wir sprachen damals recht grob darüber, was wir wollen und ob das überhaupt realistisch ist.

Erste Ideen für die Grundrissplanung werden gesammelt
Erste Ideen für die Grundrissplanung werden gesammelt

Jetzt sollte es also etwas konkreter werden. Wir haben noch mal darüber gesprochen, aus welchem Baustoff unser Haus sein wird. Da unser Ingenieur regelmäßig mit Ytong baut und uns davon überzeugen konnte, lag die Entscheidung auf der Hand. Ein massives Ytong-Haus soll es werden.

Dann ging es um Räume und deren Form und Größe. Das muss alles im Erdgeschoss Platz finden:

  • Wohn- und Esszimmer | 30 m²
  • Küche | 10-15 m²
  • Gäste-WC mit Dusche | 4 m²
  • Gäste- und Arbeitszimmer | 10 m²
  • HWR (Hauswirtschaftsraum) | 10 m²
  • Flur & Windfang | 10 m²

Damit kommen wir etwa auf eine Fläche von 75 m². Die Grundfläche des Hauses wird damit auf rund 90 m² kommen. Im ersten Obergeschoss war die Aufteilung der Fläche etwas entspannter:

  • Kinderzimmer 1 & 2 | je 15 m²
  • Schlafzimmer inkl. Ankleide | 18 m²
  • Badezimmer | 15 m²
  • Flur | 10 m²

Oben ist damit noch etwas Platz. Eventuell wird es noch einen kleinen Abstellraum geben.

Wir wollen mit zwei Vollgeschossen bauen. Wahrscheinlich wird es eine Stadtvilla. Insgesamt kommen wir auf eine Wohnfläche von 150 m². Das war auch etwa unsere Zielgröße.

Heizung, Türen, Fenster etc?

Ein Haus besteht ja nicht nur aus Räumen, sondern auch aus Türen, Fenstern etc. Damit es im Winter schön warm ist muss auch eine Heizung eingebaut werden. Hier sind wir erst mal relativ vage geblieben. Wir wollen dreifach verglaste Fenster. Die Tür sollte nach entsprechenden Standards gegen Einbruch gesichert sein.

Bei der Heizung wird es natürlich etwas komplizierter. Wir wollen kommendes Jahr bauen. Die aktuelle EnEV 2016 sieht strenge Vorgaben für den Primärenergiebedarf vor. Eine Gasheizung wird so nicht mehr wirtschaftlich (laut Aussage von unserem Bauingenieur). Weiterhin wird in unserem Wohngebiet keine Gasleitung verlegt. Die Frage stellt sich also auch nicht mehr.

Wir werden also eine Wärmepumpe einbauen lassen. Ob es eine Sole/Wasser- oder Luft/Wasser-Wärmepumpe wird wissen wir noch nicht. Damit werden wir uns später nochmal eingehender beschäftigen.

Smart Home ja oder nein? Die Frage stellte uns sich auch. Das ist ein spannendes, aber auch teures Thema. Damit werden wir uns in Zukunft beschäftigten. Lösungen zum nachrüsten sind oft nicht optimal und kosten auch eine Menge. Wir überlegen eher, eine Photovoltaik-Anlage später nachzurüsten.

Dann stellt sich noch die Frage nach einer Garage. Da müssen wir allerdings noch überlegen, ob diese gemauert oder in Holzständerbauweise gebaut werden soll. Für die erste Grundrissplanung ist das allerdings noch nicht so wichtig.

Ein Angebot nach HOAI

Nachdem wir also unsere Anforderungen definiert haben ging es um die erste Kostenschätzung. Sobald uns diese vorliegt werde ich sie nachreichen.

Unser Bauingenieur wird nun ein Angebot für seine Leistungen erstellen. Er will schließlich auch etwas verdienen und macht das nicht zum Zeitvertreib. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die ersten Grundrisse.

Die Leistung eines Architekten oder Ingenieurs berechnen sich in Deutschland nach der HOAI. Das heißt ausgeschrieben Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen. Darin sind die Leistungen nach einzelnen Leistungsphasen gegliedert. Die HOAI ordnet diesen einen bestimmten Anteil des Gesamthonorars zu.

Für Gebäude gibt es die folgenden neun Leistungsphasen:

  1. Grundlagenermittlung
  2. Vorplanung
  3. Entwurfsplanung
  4. Genehmigungsplanung
  5. Ausführungsplanung
  6. Vorbereitung der Vergabe
  7. Mitwirkung bei der Vergabe
  8. Objektüberwachung
  9. Objektbetreuung

Für die Grundrissplanung haben wir unseren Bauingenieur für die Phasen 1-3 beauftragt. Das Ergebnis sind dann die fertigen Pläne, welche wir dann für den Immobilienkredit bei der Bank einreichen können.

Jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr mit einem Generalunternehmer gebaut? Wie lief die Planung bei euch ab? Teilt uns eure Erfahrungen mit euren Architekten mit, wir freuen uns.

2 Kommentare zu „Die Grundrissplanung kann beginnen – 1. Termin mit unserem Bauingenieur“

  1. Hallo 😉
    Vielen lieben Dank für die Verlinkung bei den Hausbaublogs!!!
    Wollte mal ganz neugierig nachfragen, was denn dann so bei der ersten Kostenschätzung von dem Bauingenieur herausgekommen ist? Habt ihr da etwas brauchbares bekommen?
    Liebe Grüße,
    Katharina

    1. Hallo Katharina, da kam eine sehr gute Schätzung für unsere Baukosten raus. Wir haben das auch auf dem Zettel, da mal einen Beitrag zu schreiben. Das interessiert ja viele Bauherren.
      Viele Grüße!

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