Welche Garage soll es sein?

Wir suchen eine Garage – Beton, Holzständerbauweise oder gemauert – was ist besser?

Zu einem Haus gehört für uns eine Garage. Das war uns von Anfang an klar. Doch damit kamen eine Menge Fragen: Wie groß soll die Garage sein? Was kostet so eine Garage? Soll es eine Garage aus Beton, in Holzständerbauweise oder massiv gemauert sein? Wo haben die verschiedenen Varianten ihre Vorteile? Wo liegen die Nachteile? Auch wenn wir noch keinen Grashalm auf dem Grundstück bewegt haben lohnt es sich, für diese Fragen bereits frühzeitig auf die Suche zu gehen. Wir haben unsere Antworten zusammengeschrieben.

Wie groß soll die Garage werden?

Diese Frage stellt sich am Anfang? Sollen ein oder zwei Autos vor Wind und Wetter geschützt sein? So kann man zum Beispiel eine Garage für ein Auto bauen und das zweite Auto unter ein Carport stellen.

Eine normale Einzelgarage ist 3 Meter breit und 6 Meter lang. Da passt ein Auto rein und an den Wänden kann man noch ein paar Gegenstände lagern. Die Fahrräder müssen allerdings draußen bleiben, das würde nicht mehr passen.

Soll es etwas mehr Lagerplatz geben, dann kann man die Garage auf 9 Meter verlängert werden. Dann können hinten ein paar Gartenwerkzeuge usw. abgestellt werden.

Wir waren uns beide sehr schnell einige, beide Autos sollen im trockenen stehen. Also benötigen wir eine Doppelgarage (oder Großraumgarage). Da wir ohne Keller bauen, freuen wir uns auch über etwas zusätzliche Abstellfläche. Wir suchen also ein Modell mit 6×9 Metern Grundfläche. Klingt nicht so groß, sind aber 54 m² Grundfläche.

Grundriss unserer Garage
Grundrissskizze unserer Garage

Das Tor ist üblicherweise 5 Meter breit, so können beide Autos nebeneinander einfahren. Wir haben erst mal nachgerechnet, wie breit so ein Auto eigentlich ist. Wir haben uns dann selber überzeugt, dass zwei große Autos nebeneinander in die Garage passen. Das ist alles kein Problem.

Fertiggarage oder mauern lassen?

Grundsätzlich haben wir zwischen Fertiggaragen oder einer gemauerten Garage unterschieden. Fertige Modelle werden komplett oder in vorgefertigten Einzelteilen geliefert. Auf der Baustelle vor Ort erfolgt nur noch die Endmontage. Viele Hersteller geben drei Tage für den Aufbau an. Das kommt ein wenig auf das Modell an. Eine einzelne Betonfertigteilgarage kann auch mit einem speziellen LKW an einem Tag geliefert werden.

Eine gemauerte Garage lässt sich völlig individuell planen und realisieren. Die Errichtung dauert allerdings länger und ist mit höheren Kosten verbunden. Wir haben für uns mal versucht, Pro- und Contra für die einzelnen Typen zusammenzustellen.

Betonfertigteilgarage – wenn es ganz schnell gehen soll

Die Modelle aus Beton werden in einem Werk gegossen und härten dort aus. Auf einem speziellen LKW verladen werden diese zum Kunden gebracht. Dieser LKW kann die Garage auf dem gewünschten Platz absetzen. Es wird kein Kran benötigt. Nur, wenn dieser LKW nicht an den Aufstellplatz kommt, muss ein Kran kommen.

Die einzelnen Elemente sind maximal 3×6 Meter. Für eine Garage mit unseren Maßen müssten mindestens 3 einzelne Elemente angeliefert werden. Durch die Bauherren müssen Streifenfundamente gegossen werden, damit die Garage sicher steht. Sie bringen einen eigenen Boden mit.

Schauen wir doch mal auf die Vor- und Nachteile einer Betonfertigteilgarage:

Vorteile einer Betonfertigteilgarage

  • Oft ein günstiger Preis
  • An nur einem Tag aufgebaut
  • Optimal für Hanggrundstücke, da sie erddruckfähig sind
  • Das Dach kann als Dachterrasse genutzt werden
  • Haltbarkeit ca. 20-25 Jahre

Nachteile einer Betonfertigteilgarage

  • Bildung von Schwitzwasser bei Temperaturschwankungen oder vielen Niederschlägen
  • Hohe Luftfeuchtigkeit und starke Dichtigkeit können zu Schimmelbildung an eingelagerten Artikeln
  • Rissbildung durch die maschinelle Fertigung – dabei ein hoher Pflegeaufwand
  • Keine Isolierung – im Winterminusgrade und im Sommer ist es sehr warm
  • Individuelle Maße oft nur gegen Aufpreis möglich

Eine Garage in Holzständerbauweise – ein natürlicher Rohstoff

Neben den klassischen Betongaragen gibt es auf den Markt seit einigen Jahren auch Garagen in Holzständerbauweise. Dabei wird eine Holzrahmenkonstruktion aus Konstruktionsvollholz gebaut. Dieses wird dann von außen beplankt.

Da hat jeder Hersteller dann sein eigenes Rezept, was außen draufkommt. Für uns ist nur wichtig, dass die Garage verputzt wird und dann auch zum Haus passt. Sonst würde es komisch aussehen.

Eine Garage in Holzständerbauweise
Eine Garage in Holzständerbauweise – das sind nicht unsere Autos

Bei einer Garage in Holzständerbauweise muss sich der Bauherr oft selber um die Gründung kümmern. Der Anbieter liefert „Oberkante Bodenplatte“. Die Garagen lassen sich auf ein Streifenfundament und einen gepflasterten oder auf eine vollständige Bodenplatte montieren.

Wir haben mal unseren Bauingenieur gefragt, welche von beiden Varianten besser ist. Preislich läuft es auf einen ähnlichen Betrag raus. Lässt man den Boden pflastern, so hat man immer etwas Feuchtigkeit von unten. Diese kann allerdings auch schneller in den Boden versickern, wenn man mit einem nassen Auto in die Garage fährt. Der Boden neigt allerdings auch zu kleinen Unebenheiten und sieht ein bisschen wie eine Einfahrt aus. Lässt man sich eine Bodenplatte erstellen, so muss diese mit einer speziellen Farbe behandelt werden oder es kommt ein Estrich drauf. Sonst würde der Beton absanden.

Garagen in Holzständerbauweise werden in Einzelteilen geliefert. Die Elemente werden dann auf der Baustelle von einem Montageteam aufgebaut. Das dauert zwei bis drei Tage. Einige Modelle sind innen gedämmt, andere sind nicht gedämmt. Dies kann man aber selber nachträglich nachholen. Hier seht ihr in einem Video, wie der Aufbau von statten geht:

Vorteile einer Holzfertiggarage

  • Günstiger als eine gemauerte Garage
  • Aufbau in 2-3 Tagen
  • Gründach ist möglich
  • Haltbarkeit ca. 20-25 Jahre

Nachteile einer Holzfertiggarage

  • Bodenplatte muss vom Bauherr angefertigt werden
  • Feuchtigkeit in der Garage kann dem Holz zusetzen
  • Brandschutz ggf. niedriger als bei Mauerwerk / Beton

Was kostet eine Garage in Holzständerbauweise?

Für die Bank brauchten wir eine grobe Schätzung der Kosten. Daher haben wir uns auf auf die Suche gemacht und Angebote eingeholt. In diesem Beitrag könnt ihr nachlesen, was so eine Garage mit unseren Abmessungen etwa kostet.

Eine gemauerte Garage – massiv, aber teuer?

Bei richtiger Ausführung ist eine gemauerte Massage die haltbarste Variante. Das hat allerdings seinen Preis, denn ist auch die teuerste Möglichkeit das Auto im trockenen stehen zu haben. Für kleine Garagen lohnt sich der Aufwand oft nicht.

Es macht dabei keinen großen Unterschied, ob die Garage aus Proton, Porenbeton (Ytong) oder Kalksandstein gemauert wird. Bei den Maßen unserer Garage liegen wir hier bei circa 30.000 € bis 40.000 €. Was die Garage so teuer macht? Der Aufwand beim Mauern.

Ein großer Nachteil von einer massiven Garage ist das kleinere Innenmaß im Vergleich zu einer Fertiggarage bei gleichen Außenmaßen. Die Wand einer Betongarage ist oft nur 10 cm breit. Wenn ich meine Garage mit Porenbeton-Ziegeln baue, dann sind diese mindestens 24 cm breit. Das sind dann auf beiden Seiten schon 28 cm Unterschied und entspricht fast einem kleinen Regal sein.

Vorteile einer gemauerten Garage

  • Alle Formen und Farben sind möglich
  • Zahlreiche Varianten beim Dach sind möglich (Flachdach, Walmdach, Satteldach etc.)
  • Bessere Dämmung gegen Wärme und Kälte – es kann viele gelagert werden
  • Sehr langlebig, hält ein Leben lang

Nachteile einer Holzfertiggarage

  • Weniger Raum durch dickere Wände
  • Teurer als eine Fertiggarage
  • Der Bau dauert länger

Welche Garage soll es denn jetzt werden?

Wie ihr sehen könnt, haben alle Varianten ihre Vor- und Nachteile. Nachdem wir uns einige Angebote und Kostenschätzungen für Garagen in Holzständerbauweise angesehen haben, lassen wir das Thema erst mal noch offen. Wir wollen mit unserem Planer noch mal rechnen, was eine massive Garage genau kosten würde.

 Garage aus BetonGarage in HolzständerbauweiseGarage aus Mauersteinen
GründungStreifenfundamentStreifenfundament + Pflaster / BodenplatteBodenplatte
DachformFlachdachFlachdach, Walmdach, Gründach, SatteldachFlachdach, Walmdach, Gründach, Satteldach
WärmedämmungNeinJaJa (Ytong-Steine oder Dämmputz)
Individuelle MaßeNur gegen erheblichen AufpreisSind möglichKomplette Garage wird individuell geplant
Dauer Aufbau ab Oberkante Gründung1 Tag2-3 TageBis zu 1 Monat
Lebensdauer20 Jahreca. 40 Jahre40 bis 80 Jahre
Kosten (für 6×9 Meter inkl. Sektionaltor)ca. 15.000 €ca. 20.000 €ca. 35.000 €
Garage in Eigenleistung möglich?NeinAls Bausatz verfügbarJa

Warum soll ich mich jetzt schon damit beschäftigen?

Wir haben noch keinen Grashalm auf dem Grundstück bewegt und noch nicht mal einen Bauantrag gestellt. Warum beschäftigen wir uns eigentlich jetzt schon mit diesem Thema? Das liegt zum Beispiel genau an dem Thema „Bauantrag“. Eine Behausung für Autos in dieser Größe muss beantragt werden und das kostet extra. Es lohnt sich daher, den Antrag gemeinsam mit Haus einzureichen.

Die Baufinanzierung spielt auch eine Rolle. Hier haben wir einen Betrag reingenommen und wollten natürlich wissen, ob wir damit hinkommen.

Wir halten euch auf dem laufenden, wie wir uns entscheiden werden und was es am Ende wird. Wenn ihr euch schon entschieden habt, dann wollen wir natürlich wissen wofür und was eure Gründe für die Entscheidung waren.

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